about a session/ Anna Konjetzky

UA: Münchner Kammerspiele,  25. Januar 2018

Der Begriff Session beschreibt eine zeitlich begrenzte Zusammenkunft, bei der Grenzen und Regeln gedehnt oder aufgehoben werden, um neue Erkenntnisse und Erfahrungen zu ermöglichen. Die Session sucht für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis – die Grenzüberschreitung – und wird zumeist von einer oder mehrerer Personen angeleitet.

Das neue Stück ABOUT A SESSION der Choreographin Anna Konjetzky experimentiert mit diesem Format und führt Lecture Performance und eigene Erfahrung zusammen, wobei Ersteres fließend ins Zweite übergeht: Es geht um das „about“ und um die Session zugleich. Hierfür spielen Tanz, Vortrag, Video und Musik/Sound in einem wandelbaren Raum zusammen. Der Vortrag kippt, wird im Video weitergeführt und geht von dort zurück auf die Bühne, wo er anhand der TänzerInnen für das Publikum in eine (körperliche) Erfahrung übersetzt wird: Distanziert- und Involviert-Sein greifen ineinander. ABOUT A SESSION unternimmt die Verschmelzung von sinnlichem Erleben und Analyse und ist so ein Nachdenken über und mit dem Körper. Kann die Reflektion oder das Reden über Erregung erregen, die sexuelle Phantasie der ZuschauerInnen stimulieren?

Choreographie: Anna Konjetzky
Tanz: Sahra Huby, Quindell Orton, Maxwell Mc Carthy, Victor Perez Armero
Musik/Komposition: Nikolay Popov
Bühne: Hannes Hartmann/ Leonie Mohr
Video + Licht: René Liebert
Dramaturgie: Sarah Israel/ SISK + Bastian Zimmermann
Künstlerische Produktionsleitung: Sabine Klötzer/ SISK

Dieses Projekt wird ermöglicht durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, durch das Kulturreferat der Stadt München, durch die Münchner Kammerspiele und das Zentrum für Kunst und Medienthechnologie Karlsruhe.